Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die 5 größten Fallen bei kostenlosen Webseiten
- 1. Die Domain-Falle: Unprofessionalität auf den ersten Blick
- 2. Die Werbe-Falle: Fremdwerbung auf Ihrer Seite
- 3. Die SEO-Sackgasse: Unsichtbar bei Google
- 4. Das Eigentums-Problem: Geiselhaft im System
- 5. Fehlende Erweiterbarkeit
- Zeit ist Geld: Die Milchmädchenrechnung
- Wann macht ein Baukasten trotzdem Sinn?
- FAQ: Häufige Fragen zu “Gratis”-Webseiten
- Sind WordPress-Webseiten kostenlos?
- Kann man mit Baukästen bei Google ranken?
- Was kostet eine professionelle Einsteiger-Webseite?
- Fazit: Wer billig kauft, kauft zweimal
- Investieren Sie in Vermögenswerte, nicht in Mietobjekte!
„Erstellen Sie Ihre eigene Website in 5 Minuten – völlig kostenlos!” Solche Werbeversprechen flimmern täglich über unsere Bildschirme. Sie klingen verlockend: Warum tausende Euro für eine Agentur ausgeben, wenn man es scheinbar auch selbst machen kann? Doch wie im echten Leben gilt auch im Webdesign: „There is no such thing as a free lunch.” Wenn das Produkt nichts kostet, sind Sie oft das Produkt – oder die versteckten Kosten und Einschränkungen fressen Sie später auf.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Die 5 größten Fallen bei kostenlosen Webseiten
- Versteckte Kosten die später teuer werden
- Warum Profi-Webdesign langfristig oft günstiger ist
- Für wen Baukästen trotzdem Sinn machen
Einleitung
Baukasten-Systeme wie Wix, Jimdo, Squarespace oder Ionos haben den Markt revolutioniert. Sie ermöglichen es tatsächlich jedem, ohne eine Zeile Code zu schreiben, Elemente per Drag-and-Drop zusammenzuschieben. Für ein privates Fotobuch, einen Hochzeits-Blog oder den Kaninchenzüchter-Verein ist das eine großartige Demokratisierung des Internets.
Doch wenn es um Ihr Business geht – Ihren Lebensunterhalt – sieht die Rechnung anders aus. In diesem Artikel beleuchten wir die massiven Schattenseiten kostenloser Webseiten, decken versteckte Kostenfallen auf und erklären, warum eine professionelle Lösung langfristig fast immer günstiger und lukrativer ist.
Die 5 größten Fallen bei kostenlosen Webseiten

1. Die Domain-Falle: Unprofessionalität auf den ersten Blick
Bei kostenlosen Tarifen erhalten Sie fast nie eine echte .de oder .com Domain. Ihre Adresse sieht dann so aus: ihr-friseursalon.baukasten-anbieter.de.
- Die Wirkung: Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine Visitenkarte von einem Anwalt mit einer
@gmx.deAdresse. Würden Sie ihm einen millionenschweren Fall anvertrauen? Wohl kaum. Subdomains signalisieren: “Ich habe kein Geld für mein eigenes Business.” - Das Problem: Wenn Sie später auf eine echte Domain wechseln, verlieren Sie oft Ihre Links und Rankings.
2. Die Werbe-Falle: Fremdwerbung auf Ihrer Seite
„Diese Webseite wurde kostenlos mit [Anbieter] erstellt.” Solche Banner prangen bei Gratis-Versionen oft fixiert am oberen oder unteren Bildschirmrand – manchmal sogar als Pop-up.
- Die Wirkung: Sie wollen IHRE Dienstleistung verkaufen, aber Ihre Webseite wirbt erst mal für den Baukasten-Anbieter. Das lenkt ab und wirkt unseriös.
- Die Kosten: Um diese Werbung zu entfernen, müssen Sie in einen Bezahl-Tarif wechseln. Und der kostet oft 15–25 € pro Monat.
3. Die SEO-Sackgasse: Unsichtbar bei Google
Google ist eine Maschine. Sie liest Code, keine Bilder. Kostenlose Baukästen produzieren im Hintergrund oft einen aufgeblähten, unsauberen Code (“Spaghetti-Code”).
- Ladezeit: Der viele unnötige Code macht die Seite langsam. Laut Google PageSpeed Insights verlieren Sie bei jeder zusätzlichen Sekunde Ladezeit etwa 7% Ihrer Besucher.
- Einschränkungen: Oft haben Sie keinen Zugriff auf wichtige SEO-Einstellungen wie
robots.txt, Sitemap-Steuerung oder strukturierte Daten (Schema.org). Sie können Meta-Titel eingeben, ja – aber tiefgreifende Optimierung ist oft blockiert. - Ergebnis: Sie haben eine schöne Seite, aber niemand findet sie. Eine Webseite ohne Besucher ist wertlos.
4. Das Eigentums-Problem: Geiselhaft im System
Das ist der gravierendste Punkt, den die meisten übersehen.
- Sie mieten, Sie kaufen nicht: Bei einer WordPress-Seite oder einer programmierten HTML-Seite gehören die Daten Ihnen. Sie können den Hoster wechseln, Backups machen, die Seite umziehen.
- Der Lock-in-Effekt: Bei Baukästen liegen Ihre Daten in einem geschlossenen System. Wollen Sie den Anbieter wechseln (z.B. weil er die Preise erhöht oder der Support schlecht ist), können Sie Ihre Webseite nicht mitnehmen. Sie können sie nicht exportieren. Sie müssen bei Null anfangen und alles neu bauen. Ihre investierte Zeit ist verloren.
5. Fehlende Erweiterbarkeit
Ihr Geschäft wächst. Plötzlich brauchen Sie ein Buchungssystem für Termine, einen Mitgliederbereich oder eine Anbindung an Ihre Buchhaltungs-Software.
- Baukasten: “Tut uns leid, diese Funktion unterstützen wir nicht” oder “Dafür müssen Sie in den Tarif ‘Business Platinum’ für 50 €/Monat wechseln”.
- Profi-Lösung: Alles ist möglich. Offene Systeme wie WordPress wachsen mit Ihren Anforderungen.
Zeit ist Geld: Die Milchmädchenrechnung
Viele Gründer denken: “Ich habe kein Budget, also investiere ich meine Zeit.” Das ist ein Trugschluss. Rechnen Sie mal ehrlich:
- Sie brauchen ca. 10 Stunden, um das System zu verstehen.
- Sie brauchen ca. 20 Stunden, um am Design zu basteln (und es sieht am Ende doch nicht so aus wie in der Vorlage).
- Sie brauchen ca. 10 Stunden für Texte und Bilder.
- Gesamt: 40 Stunden.
- Ihr Stundensatz: Selbst wenn Sie sich nur 50 €/Std. wert sind, haben Sie gerade virtuell 2.000 € verbrannt.
In dieser Zeit hätten Sie:
- Kunden akquirieren können.
- Ihre Dienstleistung erbringen können.
- Rechnungen schreiben können.
Ein Profi braucht für das gleiche Ergebnis vielleicht 10 Stunden, weil er jeden Handgriff kennt. Das Ergebnis ist technisch sauber, rechtssicher und optisch perfekt.
Wann macht ein Baukasten trotzdem Sinn?
Wir wollen Baukästen nicht verteufeln. Sie haben ihre Daseinsberechtigung.
- Private Projekte: Einladung zur Hochzeit, Reiseblog für die Familie.
- Vereine ohne Budget: Der lokale Kaninchenzüchterverein.
- Absolute MVP-Phase: Sie haben eine Idee, wissen aber nicht, ob sie klappt. Sie brauchen nur eine Seite für 4 Wochen, um eine Idee zu testen.
Aber sobald Sie Rechnungen schreiben und von Ihrem Business leben wollen, ist der Baukasten oft der teurere Weg.
FAQ: Häufige Fragen zu “Gratis”-Webseiten
Sind WordPress-Webseiten kostenlos?
WordPress selbst (die Software) ist Open Source und kostenlos. Aber: Sie brauchen ein Hosting (ca. 10 €/Monat) und eine Domain (ca. 1 €/Monat). Zudem oft ein gekauftes Theme (ca. 60 € einmalig). Es ist also sehr günstig, aber nicht komplett kostenlos. Dafür gehört es Ihnen.
Kann man mit Baukästen bei Google ranken?
Es ist möglich, aber viel schwerer. Sie starten mit einem Handicap. Es ist, als würden Sie mit einem VW Käfer bei der Formel 1 antreten. Ein guter Fahrer kommt damit ins Ziel, aber er wird nie gewinnen.
Was kostet eine professionelle Einsteiger-Webseite?
Eine solide One-Page-Webseite vom Profi bekommen Sie oft schon ab 1.000 € - 1.500 €. Wenn Sie das auf 3 Jahre Nutzungsdauer rechnen, sind das ca. 40 € im Monat. Dafür haben Sie ein Werkzeug, das funktioniert, Ihnen gehört und Kunden bringt.
Fazit: Wer billig kauft, kauft zweimal
Eine kostenlose Webseite ist ein guter Sandkasten zum Spielen. Für den geschäftlichen Erfolg ist sie jedoch meist ein Bremsklotz aus Beton. Rechnen Sie die monatlichen Gebühren der werbefreien “Pro-Versionen” der Baukästen auf drei Jahre hoch, landen Sie oft bei Beträgen (z.B. 25 € x 36 Monate = 900 €), für die Sie bereits eine Anzahlung für eine individuelle, professionelle Seite hätten leisten können – ohne Abhängigkeit und mit vollem Eigentumsrecht.
Investieren Sie in Vermögenswerte, nicht in Mietobjekte!
Wir erstellen Webseiten, die Ihnen gehören, die Sie mitnehmen können und die technisch so optimiert sind, dass Google sie liebt. Lassen Sie uns über Ihre Ziele sprechen.
Jetzt professionelle Alternative anfragen
Erfahren Sie mehr in unserem Artikel: Was kostet eine professionelle Webseite?.